Anfang Juli hat ein Treffen der Vertreter der österreichischen und der tschechischen Seite stattgefunden, die die Zusammenarbeit an den neuen Projekten vorbereiten. Diese sollten den Tourismus in der südöstlichen Grenzregion beleben und an die Traditionen dieser Region erinnern. Die tschechische Seite haben beim Treffen der Vorsitzende des Vereins DIE REGION GRATZEN-TEINDLES (NOVOHRADSKO-DOUDLEBSKO) und zugleich Bürgermeister von Kaplice Pavel Talíř, der Bürgermeister von Nové Hrady Vladimír Hokr und der Manager des Vereins Michal Jarolímek vertreten. Die österreichische Seite wurde vom Bürgermeister von Windhaag Erix Traxler und den Vertretern des Vereins Tourismusverband Mühlviertler Kernland repräsentiert.
Die Frist für den Entwurf eines gemeinsamen Vorgehens wurde für den 22. Juli festgelegt. „Wir möchten den Wanderweg mit dem Thema Kunsthandwerk am Fluss wiederherstellen“, hat der Bürgermeister von Kaplice Pavel Talíř das erste Vorhaben konkretisiert. Es sollte jedoch eine längere Zusammenarbeit werden, die dem gesamten Gebiet der südöstlichen Spitze von Südböhmen helfen sollte. Die neue Incoming-Agentur Novohradsko-Doudlebsko hat bereits ihre Tätigkeit eingeleitet. Der Bau der Brücke für Radfahrer zwischen Vidov und Plav sollte der Höhepunkt der Zusammenarbeit beim Bau des Wanderwegs sein. Das Projekt für diese Bauarbeiten ist schon fertig. „Zwei ähnliche Besprechungen haben bereits vor etwa zwei Monaten in Österreich stattgefunden, im Juli war das erste Treffen in Tschechien“, ergänzt Pavel Talíř und fügt hinzu, dass die Aktivitäten dieser Zusammenarbeit aus den Mitteln der Europäischen Union durch die österreichische Seite und aus dem Fonds der Europaregion Donau – Moldau finanziert werden sollten. „Das Projekt muss bis Ende September vorgelegt werden, es sollte ab 2017 realisiert werden und wird drei Jahre dauern“, hat der Manager der Incoming-Agentur Novohradsko-Doudlebsko und Rat von Nové Hrady Michal Jarolímek gesagt. Ursprünglich wurde im vergangenen Jahr nur über die Zusammenarbeit der Stadt Nové Hrady mit dem Tourismusverband Mühlviertler Kernland bzw. dem Breen Belt Zentrum und der Tourismuszentrale Südböhmen nachgedacht. Die österreichische Seite hatte sich aber eine Erweiterung des Gebiets gewünscht, weshalb zu den Gemeinden von Sdružení Růže auch der Gemeindeverband der Region Pomalší beigetreten ist. Damit wurde das Gebiet wesentlich erweitert. „Ich finde diesen Verlauf positiv“, bewertet Michal Jarolímek. Auf der österreichischen Seite werden die Mittel vom Tourismusverband Mühlviertler Kernland geschöpft und auf der tschechischen Seite werden es drei Subjekte sein: die Stadt Nové Hrady, Sdružení Růže und der Gemeindeverband der Region Pomalší. Der Verband Novohradsko-Doudlebsko möchte sich im Projekt als Lieferant von Dienstleistungen verwirklichen, das ist aber immer noch eine Frage weiterer konkreter Besprechungen und Ausschreibungen. Dieser Verband wird sich aber auch an der Kommunikation des gemeinsamen Projekts beteiligen. Die österreichischen Partner haben beim Treffen die Möglichkeiten kennengelernt, über die die tschechische Seite verfügt. Sie haben das Gebiet Pomalší von der Grenze über Bujanov, Kaplice, Velešín und Římov besucht. Die ersten Mittel aus dem Zuschuss sollten der Präsentation der Handwerke in einigen Gemeinden im Gebiet, zum Beispiel in den örtlichen Museen helfen. Der Bürgermeister von Kaplice Pavel Talíř findet, dass dies eine gute Gelegenheit für die Präsentation der Floβfahrt und der damit verbundenen Handwerke ist. „Ich finde, dass die Holzfloβfahrt im Buquoy Wald ein interessantes Handwerk mit einer langen Tradition ist“, verrät er die bestimmte Idee.

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