Der Verband Novohradsko-Doudlebsko ist Anfang 2016 zum Zweck der Werbung und Koordinierung der Tourismusaktivitäten in einem Gebiet entstanden, das durch die Namen der beiden Regionen gekennzeichnet ist. Es handelt sich um 49 Städte und Gemeinden, unter denen die Siedlungsstädte Kaplice, Trhové Sviny, Borovany, Velešín, Nové Hrady, Ledenice, Benešov nad Černou, Besednice und Římov dominieren.

Einleitende Vorbereitungen

Die Vorbereitungen der Incoming-Agentur wurden Anfang 2015 eingeleitet, als sich aus der Initiative einiger Unternehmer, insbesondere Herrn Jaroslav Michal aus Černé Údolí, Radek Kocanda vom Verband Die Burgen auf der Maltsch und Jaroslav Zeman aus Dolní Dvořiště, eine Gruppe von Menschen bei einer ersten Besprechung in Velešín getroffen hat. Auch die Vertreter der Städte und Gemeinden der gesamten Region und die Menschen der lokalen Infozentren haben daran teilgenommen. Alle waren sich einig, dass eine Incoming-Agentur entstehen sollte, deren Ziel es ist, das Gebiet Novohradsko und Doudlebsko zu propagieren. Zuerst hat man nur über die Gründung eines Verbands zur Förderung des Gebiets Pomalší nachgedacht, aber nach und nach hat sich dieses Gebiet ausgedehnt. An dem Projekt haben auch die lokalen Aktionsgruppen (LAG/MAS) Pomalší und Sdružení Růže mitgearbeitet. Sie sind die Koordinatoren der Finanzmittel, die aus dem öffentlichen Budget in die Region fließen. Bereits bei der zweiten Besprechung, die in Černé Údolí im Hotel U Pralesa stattgefunden hat, hatte man begonnen, praktisch zu planen. Alle diese Projekte sind mit bestimmten Geldflüssen verbunden, weshalb es notwendig war, die Finanzierung des Verbands zu planen. In der ersten Jahreshälfte wurde das Basisbudget vorgestellt, welches zwar alle „erschrocken“ hat, aber auf der anderen Seite gezeigt hat, wie anstrengend der Betrieb des Verbands und seine Aufgaben sein werden.

Unterstützung bei der Entwicklung der Incoming-Agenturen von Seiten der JCCR

Mitte 2015 hat das neue Management der Tourismuszentrale Südböhmen (JCCR) ein revolutionäres Konzept veröffentlicht. Dieses geht davon aus, dass die Incoming-Agenturen in ganz Südböhmen aus öffentlichen Mitteln unterstützt werden. Seit September letzten Jahres hat das Vorbereitungskomitee des Verbands Novohradsko-Doudlebsko begonnen, sehr realistisch über die Einleitung dieser Tätigkeit zu sprechen. Bis Ende des Jahres wurden die grundlegenden administrativen Schritte und die reale Vision der Unterstützung durch die JCCR durchgeführt. Der Verband hat die genaue Methodik der JCCR befolgt, welche festlegt, wie diese Subjekte funktionieren sollten. Bis Ende 2015 waren alle ersten Schritte abgeschlossen, einschließlich der Wahl des Managements, der Revisionskommission und der anderen Organe. Ein Teil der Unterstützung durch die JCCR ist auch die Besetzung der Funktion eines sog. Produktmanagers, der Projektkoordinator mit direktem Kontakt zur JCCR ist.

Die praktische Entstehung des Verbands Novohradsko-Doudlebsko

Den eingetragenen Verband Novohradsko-Doudlebsko gibt es offiziell seit 5. Januar 2016.
Die Aufgabe des Verbands ist es, die Region zu propagieren. Der Verband kann aber auch Dienstleister sein, woraus auch seine Einnahmen fließen können, und er zugleich das offizielle und einzige Subjekt ist, das direkt von der südböhmischen Region gefördert wird. Der Zuschuss von der südböhmischen Region hat in der ersten Phase im Hinblick auf die Entstehung eine Unterstützungsfunktion, und um weitere Mittel für den Betrieb sollte sich der Verband dann größtenteils selbst kümmern. Die Südböhmische Region sollte die Projekte der Tourismusentwicklung weiter unterstützen. Eine wichtige Rolle sollten auch die Gemeinden selbst und die Unternehmer spielen, die Mitglieder des Verbands sind.
Im Allgemeinen werden alle Gebiete der Südböhmischen Region unterstützt

In der Konzeption der JCCR sind insgesamt 11 ähnliche Incoming-Agenturen geplant. Deshalb sollte es auf der Landkarte keine „ungedeckten“ Orte geben. Eine der Bedingungen ist zum Beispiel, dass die Anzahl der erfassten Ortschaften und Städte bei zumindest zwanzig liegt. Alle unterstützten Zielgebiete müssen die methodischen Parameter erfüllen und das sichert ihnen die Zertifizierung von der JCCR. Nur die auf diese Weise zertifizierten Vereine haben Anspruch auf die Unterstützung des Betriebs durch die JCCR und zugleich auf einen Produktmanager, dessen Tätigkeit ebenfalls aus den Mitteln der Zentrale finanziert wird. Der Verband Novohradsko-Doudlebsko ist eine der ersten solcher Gesellschaften.

Wie kann man Novohradsko-Doudlebsko territorial definieren?

Die Region Nové Hrady (Gratzen) ist eigentlich „die Landschaft mit drei Gesichtern“. Es handelt sich um ein Gebiet, das in der Aktionsgruppe Sdružení Růže verbunden wurde – es umfasst Borovansko, Trhosvinensko und Novohradsko. Wenn wir uns dieses Gebiet auf der Landkarte vorstellen, dann fängt es im Norden mit Ledenice an, zieht sich in Richtung der Grenze zu Österreich, um die Grenze des Landschaftschutzgebietes Třeboňsko bis hin zu Nové Hrady. Auf der Westseite handelt es sich um einen Gürtel, der Pomalší genannt wird, von den Gemeinden Svatý Jan nad Malší oder Strážkovice abgegrenzt wird und der bis hin zu der gröβten Stadt im Gebiet Kaplice und Dolní Dvořiště an der südlichen Grenze zu Österreich geht. Die Region Doudlebsko, zum Beispiel mit den Gemeinden Římov oder Velešín, ergänzt dann den gesamten Zielbereich von der Westseite. Einfach erklärt könnte man sagen, dass Novohradsko-Doudlebsko das Gebiet vom Gratzener Bergland auf der Ostseite bis zum Fluss Maltsch auf der Westseite ist.

Was sind die Ziele der Incoming-Agentur?

Eines der Ziele ist ein gemeinsamer sensibler Marketing-Prozess bei der Propagation der Region, wobei alle Subjekte versuchen den Besuchern eine solche Vielzahl an Möglichkeiten für Aktivitäten anzubieten, dass sie sich dort länger als zuvor aufhalten. Daher ist es notwendig, dass alle Möglichkeiten ausgewertet werden und koordiniert vorgegangen wird. Die Kapazität der Natur ist begrenzt und es ist mit Sicherheit nicht das Ziel, dieses Gebiet massenhaft mit Touristen zu belasten. Dies würde zur Zerstörung der örtlichen natürlichen Schönheiten führen. Zumindest in der ersten Phase sollte man die vorhandenen Kapazitäten der Region in vollem Umfang nutzen. Später könnte man an über eine Weiterentwicklung entsprechend der Besuchernachfrage nachdenken. Im Grunde kann man sagen, dass es sich um einen sanften Tourismus handelt.
Ein weiteres Ziel ist es, vergessene Geschichten, die mit der örtlichen Landschaft verbunden sind, wieder aufleben zu lassen. Die Geschichten können entdeckt werden, aber vorher ist es notwendig, dass die einzelnen Geschichten attraktiv interpretiert werden. Das Gratzener Bergland versteckt untergegangene Dörfer oder versteckte Naturphänomene. Viele Besucher kommen in dieses Gebiet, um die lokale Region zu entdecken. Unser gemeinsames Ziel ist es, ihnen einen möglichen Plan ihrer Reise anzubieten oder zumindest ein übersichtliches Angebot, nach dem sie den Plan selbst vorbereiten können.

Das spezifische Ziel des Verbands ist es, gemeinnützige Projekte und Produkte wieder zu beleben, die es vielleicht vor einigen Jahren gab, die aber wegen der Beendung von Förderprogrammen, an die sie gebunden waren, verschwunden sind. Die Incoming-Agentur hätte in Zusammenarbeit mit ihren Schöpfern Interesse an ihrer Verwendung. Es wird zwar nichts Neues entstehen, aber es wird eine Idee wiederhergestellt, die vielleicht schon längere Zeit in Vergessenheit geraten ist und die bereits schon einmal vor einiger Zeit zur Region gehört hat. Ein Beispiel könnten die drei Radfahrrouten im Gebiet Novohradsko sein, die um die Jahrtausendwende gepflegt wurden. Die Wege haben damals noch dazu das Gebiet Vitorazsko und Slepičí hory verbunden. Bis zum heutigen Tag gibt es Tafeln mit Informationen und Geschichten der Geschichte und eine funktionale Beschilderung. Heute gibt es jedoch Mängel und Baulücken, weil das Projekt nicht ständig gepflegt wird. Diese sollten ergänzt werden. Die nächste Aufgabe wird daher die Durchführung einer Überprüfung der Routen sein. Es ist wichtig daran zu erinnern, dass es nicht nur um diesem konkreten Fall geht, sondern dass es in der Region noch weitere Strecken gibt, die aufgrund der Überschwemmungen im Jahr 2002 untergegangen sind. Nach einer Auswertung des Zustands können dann die notwendigen Maßnahmen für die Wiederherstellung ergriffen werden.

Ein weiteres Projekt, das nun teilweise erneuert wird, ist das Gipfelwandern. Auf drei Hügeln wurden Orientierungssäulen mit einem eingedrehten Siegel platziert. Die Herausforderung bestand darin, die drei Gipfel zu erobern und den Abdruck des Siegels zu erhalten. An dem entsprechenden Ort hat ein solcher Sieger dann einen Preis erhalten, zum Beispiel eine Gedenkmünze.
Die Herausforderung für den Verband sind auch grenzüberschreitende Projekte in Richtung Österreich. Auch eine solche Zusammenarbeit hat es bereits gegeben – wie zum Beispiel die Markierung der Reitrouten und der Pferdewechselstationen. Auch dieses Projekt ging zu Ende und hatte keinen langfristigen Manager gefunden.

Ein weiteres Ziel sind klassische Produkte, die mit der Region verbunden sind. Diese können für die Besucher vollkommen unsichtbar sein, und obwohl sie möglicherweise nur eine kleine Bedeutung für die Entwicklung der Destination haben, sind sie sinnvoll.

Der Tourismus kann nur durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten funktionieren. So kann die Nachhaltigkeit aller Projekte gesichert werden.
Die Stellung des Verbands und sein Management

Die Incoming-Agentur Novohradsko-Doudlebsko hat vor allem eine koordinierende Rolle, und sie ist einer anderer in dieser Region tätigen Gruppe weder über- noch untergeordnet. Ihre Rolle ist unabhängig.

Die koordinierende Tätigkeit besteht darin, dass es auf der Grundlage praktischer Erkenntnisse und Erfahrungen zu einer Übertragung der funktionierenden Modelle von einer Region auf eine andere Region kommt. Genau dies ist die Aufgabe des Verbands und seines Managers, der sich mit dem Geschehen der gesamten Region befasst und auf der Grundlage der Mitgliedernachfrage mögliche Lösungen vorschlägt. Eine weitere Anknüpfung ist der Anschluss der Projekte an geeignete Subventionstitel.

Vorbereitet von Michal Jarolímek und Jan Bohdal

„Den Touristen genügt es nicht nur ins Gebiet zu kommen, sondern sie möchten auch eine geeignete Unterkunft, eine Verpflegung und einen Imbiss und natürlich in erster Linie auch ein angemessenes Angebot an Attraktivitäten und Zielen finden, wohin sie hingehen können. Es ist wichtig sich dessen bewusst zu werden und die individuellen Ziele aller Subjekte, die in der Region mitwirken, in das gemeinsame Interesse einzubinden.
Mit dem Tourismus hängt auch der Straßenzustand zusammen. Daher ist auch dieser Bereich eine der registrierten Aktivitäten der Incoming-Agentur. Wenn die Besucher unserer Region nicht zufrieden mit der Verkehrsinfrastruktur sein werden, dann werden sie uns nur schwer erreichen können, oder sie werden nicht zufrieden sein“, sagt Michal Jarolímek, der Produktmanager des Verbands Novohradsko-Doudlebsko.

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